Kampf dem Pferdediebstahl
Müssen wir erst warten und tatenlos zusehen, bis irgendwelche Ganoven unseren besten Freund stehlen und verkaufen oder sogar zum Schlachter bringen? -- nein.
Gibt es denn die Möglichkeit Pferde ohne Chip und Equidenpass eindeutig zu identifizieren? -- ja.
Können Hufschmiede, Tierärzte und Schlachter rechtzeitig über einen Diebstahl benachrichtigt werden? -- ja.
Wie soll das funktionieren?
Ab dem 01.07.06 kann jeder Pferdebesitzer eine neue erkennungsdienstliche Erfassung für Pferde nutzen, die biometrische Merkmale in einer Datenbank auswertet, ähnliche Funktion wie der neue Reisepass.
Wer kann helfen?
Euer Hufschmied nimmt mit einer Digitalkamera die Gliedmaßenstellung Eures Pferdes auf. Die biometrische Erkennungsoftware berechnet daraufhin die einmaligen Wiedererkennungswerte und stellt die Daten in Verbindung mit den sichtbaren Merkmalen, ähnlich der Angaben wie im Equidenpass, in die Datenbank für die Wiedererkennung.
Nach der Meldung eines Diebstahls läuft bereits nach wenigen Minuten die Fahndung auf Hochtouren. Hufschmiede, Tierärzte und Schlachter werden informiert. Nun hat jeder dieser Beteiligten die Möglichkeit, nur mit einer Digitalkamera bewaffnet, verdächtige Pferde aufzunehmen und mit den in der Datenbank als gestohlen gemeldeten Pferde vergleichen zu lassen. Innerhalb weniger Minuten überprüft der Rechner, ob die eingereichten biometrischen Merkmale bekannt sind, ähnlich wie der Vergleich zweier Fingerabdrücke.
Was müsst ihr tun?
Fragt Euren Hufschmied, ob er sich schon zur erkennungsdienstlichen Erfassung registriert hat oder fragt mich, ob sich ein Hufschmied in der Nähe befindet.
Mit dieser zentralen Erfassung der biometrischen unverwechselbaren Merkmale Eurer Pferde haben Pferdediebe in Zukunft keine Chanche.
Viele Grüße
Wilhelm P.
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